Bei der Weltmeisterschaft in Stockholm hat die für den MGC spielende
Bianca Zodrow Doppelgold und Silber gewonnen.
In dem über vier Tage
laufenden Turnier wurden die Weltbesten in der Teamwertung sowie in der
Einzelwertung (Schlagzahl und Bahnenwertung) ermittelt. Auf den Eternit-
und Betonbahnen mussten die Teams á drei Spielerinnen je sechs Runden
absolvieren. Hier stellte sich schnell heraus,dass Deutschland,
Österreich, die Schweiz und Gastgeber Schweden den Titel unter sich
ausmachen. Das Team um Schlussspielerin Zodrow tat sich etwas schwer und
hatte Mühe den Anschluss zu halten. Österreich spielte stark auf. Erst
zum Ende hin wurden die Schläge der Deutschen sicherer und fanden das
Ziel. Kopf an Kopf ging es auf die letzte Runde. Zodrow duellierte sich
mit der Österreicherin Elisabeth Gruber, die mit einem Schlag Vorsprung
an die letzte Bahn trat. Das Unglaubliche passierte. Gruber verlor die
Nerven und benötigte vier Schläge für die letzte Bahn. Zodrow nutze die
Chance und traf mit einem Schlag zum
Mannschaftsgold. In der Endabrechnung kam Deutschland auf 465 Schläge,
während Österreich 467 benötigte.
Getragen von diesem Erfolg, ging es am
dritten Tag in die Einzelwertung nach Schlagzahl. Hierzu qualifizierten
sich die besten neun Spielerinnen nach den bisher gespielten sechs Runden.
Neben Zodrow waren auch ihre Teamkolleginnen Stefanie Kern und Nicole
Gundert-Greiffendorf am Start. Aufgrund der bisher gespielten Runden
waren Kern und Zodrow sowie die Österreicherin Karin Heschel auf
Medaillenkurs. Heschl fiel etwas zurück, so dass es ein deutsches Duell
zwischen
Kern und Zodrow gab. Auch hier fiel die Entscheidung in letzter Sekunde.
Da vier Runden nicht ausreichten, um einen Unterschied zu ermitteln, musste
die Entscheidung im Stechen fallen. Hier hatte Kern die besseren Nerven
und sicherte sich den WM-Titel nach Schlagzahl, während sich Zodrow über die
Silbermedaille freute. Eine Chance bestand noch für Zodrow. Der neue
Modus sieht auch die Einzelwertung im K.o.-System vor. Hier spielen die
besten 16 Damen direkt gegeneinander. Auch hier waren neben Zodrow die
Teamkolleginnen Kern und Gundert-Greiffendorf qualifiziert. Allerdings
schieden beide bereits in der ersten Runde aus. Zodrow musste sich so
alleine behaupten. Mit 5:3 gewonnenen Bahnen gegen die Schwedin Bengtson
und 4:0 gegen die Schweizerin Wicki zog die MGCerin ins Finale ein, wo
die Schwedin Eva Andersson auf sie wartete. Auch hier musste der Kampf
um Gold im Stechen entschieden werden – und da behielt Zodrow die
Oberhand und sicherte sich mit einem Ass denWM-Titel in der
Matchplay-Wertung.